Was ist Schufa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schufa (Abkürzung für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“) ist die größte Auskunftei in Deutschland. Auskunfteien sammeln Daten von Personen um Prognosen über die Bonität und das Zahlungsverhalten abgeben zu können. Das machen Auskunfteien wie die Schufa so interessant für Unternehmen, die eine Ware versenden ohne diese sofort komplett bezahlt zu bekommen. Unternehmen, mit denen die Schufa arbeitet, gibt es viele. Die größten sind:

  • Telekommunikationsanbieter
  • Banken
  • Online-Shops

Alle stehen vor der gleichen Herausforderung zu entscheiden, ob jemand ein Handy, einen Kredit oder eine andere Ware erhält oder nicht. Alle Fälle haben gemein, dass Unternehmen ins Risiko gehen, wenn Sie etwas herausgeben und erst zu einem späteren Zeitpunkt die Ware bezahlt wird. Beim Kredit und beim Handy zahlt der Kunde das in Raten über mehrere Monate zurück. Ein Online-Shop hat neben Ratenzahlungen noch das Risiko bei Zahlung auf Rechnung.

Wieso brauchen Unternehmen Daten der Schufa?

Wenn der Kunde entscheiden sollte die monatlichen Raten nicht (mehr) zu bezahlen, ist es für Unternehmen immer mit sehr großem Aufwand verbunden das Geld doch noch einzutreiben. Wenn Zahlungserinnerungen und Mahnungen ohne Reaktion bleiben, verkaufen viele Unternehmen Ihre Forderungen an Inkasso Unternehmen. Für die noch ausstehenden Forderungen zahlen Inkasso Unternehmen aber nur noch einen Bruchteil der ausstehenden Forderung. Die Unternehmen, die den Kredit gewährt oder das Handy verschickt haben, können dann nicht mehr mit den geplanten Einnahmen rechnen und müssen Abschreibungen vornehmen.

Diesem Problem widmen sich Auskunfteien wie die Schufa. Der Vorteil von der Schufa ist die enorme Datenbasis mit der sie arbeiten. Keine Bank, kein Telekommunikationsunternehmen hat so viele Daten von potentiellen Kunden um das Risiko selbst berechnen zu können. Die Schufa hat bonitätsrelevante Information von über 66,3 Mio. Menschen (Stand: Feb 2016), das ist so ziemlich jede Person in Deutschland die volljährig und damit geschäftsfähig ist. Wenn Banken oder Telekommunikationsunternehmen sich über die Bonität von einem angehenden Kunden informieren möchten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Schufa den Kunden kennt und eine Einschätzung über die Bonität geben kann. Dabei verlassen sich Unternehmen häufig nicht nur auf die Daten der Schufa, sondern fragen auch andere Auskunfteien in Deutschland ab. Neben der Schufa sind noch vier weitere relevante Auskunfteien zu nennen:

Auskunftei Gespeicherte Daten Art der Einträge
CEG Creditreform Consumer GmbH (Creditreform) 55 Mio. Einträge positive & negative Einträge
Deltavista GmbH 45 Mio. Einträge nur negative Einträge
Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG (Allianz, Otto) 39 Mio. Einträge nur negative Einträge
Infoscore Consumer Data GmbH (Bertelsmann) 7,8 Mio. Einträge nur negative Einträge

Welche Daten wertet die Schufa aus?

Alle Auskunfteien haben eines gemeinsam, sie sammeln Daten über das Zahlungsverhalten von Menschen und stellen diese Daten ins Verhältnis mit anderen Menschen um letztlich eine Prognose über die Zahlungsausfallwahrscheinlichkeit eines Kunden geben zu können. Dies wird in einem sogenannten „Score“ abgebildet. Eine wichtige Unterscheidung zwischen den Auskunfteien ist aber die Art der Informationen die gesammelt werden. Während Deltavista, Bürgel  und Infoscore nur negative Einträge sammeln, so sind für Creditreform und die Schufa auch positive Einträge von Bedeutung. Bei der Schufa machen die positiven Einträge sogar den Großteil der zur Verfügung stehenden Informationen aus, denn bei 90% der Personen, zu denen die Schufa Informationen gesammelt hat, haben sie nur positive Einträge. Wie alle Auskunfteien teilt auch die Schufa Ihre Einschätzung über eine Person an ein Partnerunternehmen über einen Score mit, dem berühmten Schufa Score. Hierbei fließen dann aber auch die positiven Einträge in die Bewertung ein, womit das Risiko des Zahlungsausfalls besser errechnet werden soll. Wie sich dieser Score zusammensetzt und wie man seinen eigenen Score verbessern kann, erfahren Sie in unserem zweiten Teil „Was ist der Schufa Score“.